Impulse

Letzter Monat Februar 2018 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 5 1 2 3 4
week 6 5 6 7 8 9 10 11
week 7 12 13 14 15 16 17 18
week 8 19 20 21 22 23 24 25
week 9 26 27 28

Nachhaltig leben lernen – weniger ist mehr – Fastenzeit 2018

Fastenaktion2018 Allgemeines Bild

Papst Franziskus setzte sich im Mai 2015 mit seiner Enzyklika „Laudato si“ mit den Themen Umwelt, Klimawandel und Ressourcenverbrauch auseinander. Es ist das erste Nachhaltigkeitsschreiben eines Papstes. Die Sorge um das „gemeinsame Haus“ (LS 2) liegt ihm am Herzen. Er betont, wie sehr in der Welt „alles miteinander verbunden ist“ (LS 16). Konkret nennt er die Gefahren beim Namen: Verlust der biologischen Vielfalt, Erwärmung des Klimasystems, Erschöpfung natürlicher Ressourcen (z.b. Knappheit an Gemeinschaftswasser, LS26), u.v.m. Neben einem Blick in die biblisch-theologischen Aussagen, spricht er von der menschlichen Wurzel der ökologischen Krise und zeigt einige Leitlinien für Orientierung und Handlung auf.

 

Diese Enzyklika ist Grundlage für eine Projektgruppe in der Gemeinde gewesen, das Thema „nachhaltig leben lernen“ in der Fastenzeit 2018 in Hl. Kreuz und darüber hinaus in den Blick zu nehmen. Angebote unterschiedlichster Art finden in den kommenden Wochen statt. Hier geht es zum vollständigen Programm der Fastenaktion Nachhaltig leben lernen – weniger ist mehr

Abb.: shutterstock.com ©mahey, RichCarey

Im Rahmen des Themas der Fastenzeit „Nachhaltig leben lernen – weniger ist mehr“ wird eine Exkursion zum Energiepark Saerbeck angeboten. Die Stadt Saerbeck hat sich energietechnisch unabhängig gemacht. Mittlerweile interessieren sich Staatspräsidenten, Regierungschefs und Teilnehmer*innen der letzten Weltklimakonferenz für das Konzept in Saerbeck. Also lohnenswert! Die Exkursion findet statt am Samstag, 24. Februar 2018, von 9.00 bis 13.00 Uhr. Eine Anmeldung bis zum 15. Februar 2018 ist erforderlich im Pfarrbüro (Tel. 2126). Es erfolgt eine Fahrtkostenumlage (je nach Teilnehmerzahl per Bus oder per PKW in Fahrgemeinschaften).

 

Hintergrundinformation Bioenergiepark Saerbeck

Auf dem Gelände des Munitionsdepots, das die Gemeinde Saerbeck von der Bundeswehr im August 2009 erworben hatte, wurde mit leistungsfähigen Photovoltaikanlagen, Windrädern und Biogasanlagen sowie weiteren innovativen Projekten ein Bioenergiepark entwickelt, um dort die Energiewende mit ausschließlich lokalen Investoren praktisch umzusetzen.
Saerbeck darf sich NRW-Klimakommune der Zukunft nennen. Das Wort „Klimakonzept“ gehört seitdem als neue Vokabel zum Wortschatz der Saerbecker Bürger. Ziel des Klimakonzeptes ist es, dass die Gemeinde bis zum Jahr 2030 energieautark ist. Es soll so viel Energie aus regenerativen Quellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erzeugt werden, wie in den privaten Haushalten und Gewerbebetrieben verbraucht wird. Bis jetzt wurden dort etwa 70 Millionen Euro investiert, um Strom für fast 20 000 Haushalte bereitzustellen.
Unter dem Leitgedanken „global denken, lokal handeln“ soll den Bürgern der Gemeinde Saerbeck die Möglichkeit geboten werden, sich im Wege einer Bürger-Genossenschaft insbesondere an Photovoltaikanlagen, anderen regenerativen Energiequellen sowie an dem Energiepark zu beteiligen.
Durch die Mitgliedschaft in dieser Genossenschaft kann jeder Bürger den Weg Saerbecks nicht nur ideell, sondern auch finanziell begleiten und davon letztlich doppelt profitieren: Einerseits in einem Dorf zu leben, das für den Klimaschutz aktiv ist und Energiesicherheit für die Zukunft anstrebt, und andererseits mit erneuerbaren Energien eine attraktive Rendite zu erwirtschaften. So lag die Dividende der Bürgergenossenschaft „Energie für Saerbeck eG" selbst in der Niedrigzinsphase im Jahr 2015 bei 5,75 Prozent.
Der Bioenergiepark versteht sich als Kompetenzzentrum für erneuerbare Energie und die Energiewende. Deshalb wird dort nicht nur Strom produziert, sondern auch geforscht und unterrichtet. Ein Teil des Parks steht unter Naturschutz. Auf dem Gelände haben sich Unternehmen, Bildungseinrichtungen und weitere Nutzer angesiedelt, die die Energiewende unterstützen.

Zuletzt reisten 45 Teilnehmer der UN-Klimakonferenz, die vom 6.-17.November 2017 in Bonn stattfand, nach Saerbeck.
Unsere Exkursion soll im Rahmen der Fastenzeit 2018 ein Beispiel sein, wie ein zukunftsweisendes Projekt nachhaltig, gemeinsinnstiftend und auch lukrativ sein kann.
Dr. Lothar Moschner

http://bit.ly/2E9RA1S

Eine weitere Aktion im Rahmen des Themas der Fastenzeit „Nachhaltig leben lernen – weniger ist mehr“ ist der Vortrag zum Thema "Meeresmüll" am 22. Februar 2018 im Pfarrheim Heilig Kreuz um 19.30 Uhr. Meeresmüll – was daran interessant ist? Ein Faktencheck: Wissenschaftliche Aussagen werden auf ihre Relevanz für Mensch und Natur geprüft. Meeresmüll – hat das etwas mit Fasten zu tun? Was kann ich tun? Pragmatische Tipps für den Normalbürger und für Engagierte gibt Andrea Werner von der Bioconsult Bremen.